Beobachtungsabend Sternwarte 07.02.2014

Nachdem tagsüber das Sturmtief auch über die Rheinebene dunkle Wolken getrieben hatte, war der Himmel gegen 20.00 Uhr frei gepustet und der eindrucksvolle Wintersternhimmel präsentierte sich den 40 Besuchern der Sternwarte eindrucksvoll klar.

Neben der üblichen kurzen Einführung in einige Grundbegriffe ging es ans Beobachten. Das C9 in der Kuppel begann mit dem Blick auf den 8 Tage alten Halbmond. Da gab es dann ab und zu ein erstauntes „Oh“ zu hören, wenn die von Fotos bekannten Formationen plötzlich mit eigenen Augen zu sehen waren. Natürlich durfte auch das derzeitige Glanzlicht, der Riesenplanet Jupiter, nicht fehlen.

J07022014 web

Bild von Jupiter an diesen  Abend, Fotografiert von der Sternwarte

Wer warm eingepackt war und den fallenden Temperaturen sowie der fortschreitenden Stunde trotzte konnte zum Schluss noch einen Blick auf das 12 Millionen Jahre alte Licht der Supernova SN2014J in der Galaxie Messier 82 werfen.

Nebenbei war es interessant, wie viele unserer Besucher zwar selbst ein Teleskop besitzen, sich aber zu unsicher sind, damit ihrem Interesse nachzugehen. Vielleicht bieten wir diesen Sommer wieder an, sein Teleskop unter den Arm zu klemmen und zu uns zu kommen. Wir nehmen uns gern die Zeit, das Instrument bei Bedarf richtig einzustellen, den Umgang zu erklären und Tipps fürs eigene Beobachten zu geben.

Für uns war es wieder ein schöner Abend, um unseren Besuchern ein bisschen die Schönheit der Sterne näher zu bringen.

Hier finden Sie eine Karte, woher unsere Besucher die letzten 2 Monaten kamen.

Ein paar aufnahmen vom Jupiter, aufgenommen am 17.01.2014 von der Sternwarte Bellheim.

2 g3 b3 ap221

7 g3 b3 ap81

 

Cs enzo

 

Hallo ihr da,

weil hier so lange Ebbe herrscht, mal was Kurzes zwischendurch.

30.10.13, 21.30h

5“ Mak (120x)

Andromeda - Groombridge 34

Beim Starhopping auf der Sternkarte fiel mir diese ungewöhnliche Stern-Bezeichnung auf. Der Atlas markiert dabei einen langen Richtungspfeil, was gemeinhin heißt „schnelle Eigenbewegung“. Also gleich mal nachgeschaut: ein schönes, leicht orange-farbenes Sternpärchen, das man eigentlich nicht als zusammengehörig empfindet bei dem weiten Abstand. Aber: Falsch gedacht. Es ist tatsächlich ein Doppelsternsystem. Es ist aber nur 11,7 Lichtjahre von uns entfernt! Der Abstand der beiden Komponenten (auch genannt GX und GQ AND) voneinander beträgt tatsächlich nur 147 AE! Ein Umlauf dauert 2600 Jahre. Komponente A (8.09m) hat dabei als M-Klasse Stern nur 38% des Sonnendurchmessers, Komponente B sogar nur 19%. Winzlinge also. Dieses System erfreut sich bei den Profis starken Interesses, weil die große Nähe viele Beobachtungen und Messungen erlaubt. Er ist eines der Primärziele für die Planetensuche. Der Namensgeber war übrigens Stephen Groombrigde (1755-1834), der einen Katalog von 4243 Zirkumpolarsternen schuf und der Gründer der altehrwürdigen Royal Astronomical Society war. Also ein wirklich nettes Objekt zum Ansehen.

Hier noch ein Link zu einem Bild: http://www.richweb.f9.co.uk/astro/images/Groombridge_34.20060724.im131156-62.av7x20s.C.50pc.an.jpg

Gruß Thorsten

 

12.11.13, 03.00 Uhr 4“/ f5 mit 30x LEO Ziel: Komet C/2013 R1 Lovejoy Innerhalb von 10 Minuten bereits deutlich sichtbare Positionsveränderung, sehr schnell unterwegs. Farbe weiß bis hell-grünlich. Sehr ausgeprägte Koma mit ca. 16'; heller leicht länglicher Kern. Gesamthelligkeit um 6m! Schweif eher indirekt, aber zu sichten. Länge schwer zu bestimmen. Insgesamt als Beobachtungsobjekt sehr eindrucksvoll. Ein Komet, der sich sehen lassen kann – und das auch tut, hahahaha.

P.S. Ich schenke es euch und mir, den Rest an Beobachtungen über drei Stunden dieser sehr klaren, mit außergewöhnlich guter Durchsicht bis runter zum Horizont blumig zu schildern. Wer draußen war, hatte eine wunderbare Nacht; wer nicht, hatte es warm. Ja: ich muß jetzt auch arbeiten gehen, aber diese Nacht war es wert, eine der ganz seltenen im Jahr.

T

Beobachtungsabend Sternwarte 16.08.2013

Um 22 Uhr war offizieller Begin des Beobachtungsabends, an dem dieses Mal schätzungsweise insgesamt bis zu 100 Besucher anwesend waren. Da die Plattform für dies Menge nicht ausgelegt ist, gab es deshalb zu weilen ein arges Gedränge.

Als Teleskope kamen zum Einsatz das Kuppelteleskop, der Skywatcher-Refraktor und ein 8 Zoll Dobson eines (neuen:) Mitglieds.

Das Kuppelteleskop war lange Zeit auf den Mond gerichtet, da es einige Zeit dauert bis jeder mal einen Blick hindurch geworfen hat. Dennoch ist der Anblick des Mondes bei höherer Vergrößerung für viel Besucher ein Aha-Erlebnis. Andererseits machte es der Mond, der mit ca. 76% erleuchtet war, nicht gerade einfach die etwas blasseren Sternbilder zu erkennen.

Auch die Nova im Sternbild Delphin, welche am 14.8. von einem japanische Amateurastronom entdeckt wurde, konnte beobachtet werden. Die Nova ist als Stern zwischen Sternbild Delphin und Pfeil selbst mit einem Fernglas gut sichtbar.

Nova Del 2013

Einige Sternschnuppen, die ISS und ein Iridiumflare konnten auch noch beobachtet werden.

Auch auf dem Parkplatz vor der Sternwarte war ein Teleskop aufgebaut, durch welches die Besucher einen Blick werfen konnten.

Kurz vor Mitternacht gingen die letzten Besucher und wir können diesen Beobachtungsabend als vollen Erfolg bezeichnen.